Thyrgrimms Aufzeichnungen

Hier ist Platz für Eure Geschichten. [RP!]

Thyrgrimms Aufzeichnungen

Beitragvon Thyrgrimm am 21. August 2010, 03:45

Auf einem kleinen Schreibtisch im Haus Goldbarts liegen verschiedene Pergamentrollen und Bücher. Es sind die Aufzeichnungen Thyrgrimms. Viele neugierige Nasen haben schon darin gestöbert und er scheint diese Papiere nicht geheim zu halten - sonst würde er sie in einem Regal oder hinter verschlossenen Türen aufbewahren, möchte man meinen. Es werde auch erzählt, dass Thyrgrimm einmal gesagt haben soll, die Aufzeichnungen stünden frei zu lesen und man möge gerne darin stöbern, doch ob das stimmt ist nicht gewiss.
Und fragen tut von den neugierigen Nasen ja sowieso keiner...

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__________~ Die Aufzeichnungen Thyrgrimms ~


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Der Zwanzigste des achten Monats
am fünten Tage der Woche

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Es war schon später Abend und die Nacht brach mehr und mehr herein. Ich war auf dem Weg von Thorins Hallen zum Stadtviertel Vornbarg, um mich in meinem Heim zur Ruhe zu begeben. Als ich über Frerins Platz wanderte erregte ein Zwerg meine Aufmerksamkeit, den ich nie zuvor gesehen hatte. Er sprach gerade mit dem Hauptmann und meine geweckte Neugierde veranlasste mich, auf ihn zuzugehen und ihn anzusprechen. Er stellte sich als Sigin vor - merkwürdig für einen Namen, doch er passt zu seinem Bard. Im Gespräch fand sich heraus, dass er gerade im Blauen Gebirge angekommen war, denn er hatte eine weite Reise von den Eisenbergen bis hier her hinter sich. Ich war erfreut, dies zu hören und erkundigte mich über Neuigkeiten, denn seine Heimat in den Eisenbergen ist auch die meine. Er bestätigte mir, wovon Gaal und Grolmgar ein paar Tage zuvor sprachen - der Pass über den Barazinbar sei blockiert - und erzählte, er habe eine Straße in der Nähe des Gundabad im Norden eingeschlagen. Doch weitaus mehr erstaunte mich, dass auch Sigin einer der 500 Krieger unter der Führung Dáin Eisenfußes war, die wir in die Schlacht der fünf Heere zogen.
Ich bat an, ihm die Hallen Thorins zu zeigen und er willigte ein. So geschah es, dass wir durch besagte Hallen gingen und sogar Dwalin besuchten - Sigin verlangte es, mit ihm zu sprechen und zu erfragen, ob er sich in den Ered Luin niederlassen dürfe, was ihm gewährt wurde.
Darauf bot ich ihm an, einstweilen in meinem Haus unterzukommen. Ein Zimmer musste ich ohnehin bald räumen, da ich in Zukunft die Ankuft meines Vetters Taldori erwarte - dies hatte er kürzlich in einem Brief bekannt gegeben. Seine Sippe ist ebenfalls in den Eisenbergen beheimatet, so hoffe ich, ihnen ist die Situation am Barazinbar bekannt und er findet einen sicheren Weg hier her.
Aber zunächst freue ich mich über meinen neuen Gast, auf dass sich bei einem Krug am Feuer noch viele Stunden finden mögen, einander die Geschichten zu erzählen, die unser Gedächtniss füllen und unser Leben prägen.
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Re: Thyrgrimms Aufzeichnungen

Beitragvon Thyrgrimm am 28. August 2010, 16:38

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Der Achtundzwanzigste des achten Monats
am sechsten Tage der Woche

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Mit Pfanne und Gemüsemesser
Es war harte Arbeit, jawohl. Auch die Kunst des Kochens fordert seinen Einsatz. Und mag man auch nicht mit der Hacke auf Stein schlagen oder vor der heißen Glut der Esse stehen, dennoch erfordert es höchste Konzentration und Feinstarbeit, um ein genießbares Gericht zu zubereiten oder köstliches Bier zu brauen.
Ich befinde mich gerade auf einer kleinen Reise durch das Auenland, die Heimat der Hobbits, die es bestens verstehen, so manch Rezept auf den Teller zu zaubern - natürlich ist dabei keine richtige Magie im Spiel, vielmehr wahre Perfektion.
Viel wurde mir gezeigt, vieles habe ich gelernt. Und nun wurde mir schließlich eine große Prüfung auferlegt. So unzählbar viele verschiedene Köstlichkeiten solllte ich zubereiten, denn diese sollten noch rechtzeitig an jene Hobbits geliefert werden, die die Mahlzeiten bestellten. Ich begann mit dem Anbau vielerlei Gemüse. Kartoffeln, Kohl, Zwiebeln, vieles wurde benötigt. Und heute war es soweit, die Ernte einzuholen und mit dem Kochen zu beginnen. Viele Stunden waren nötig, von Ofen zum Lagerfeuer, vom Lagerfeuer zum Händler, vom Händler zum Ofen rannte ich hin und her, kochte Brühe, schnitt Gemüse, bratete Fleisch und warf schließlich alle Zutaten zu den Gerichten zusammen. Rechtzeitig konnten die Bestellungen gesandt werden und mein Lehrer war zufrieden mit mir, und ich war es auch, denn Lob und Anerkennung waren meine Bezahlung für all die Mühe, und zusätzlich zeigten mir die Hobbits ihre großen Öfen, die es einem ermöglichen, noch grandiosere Kochkünste zu meinstern und erlauben mir fortan, diese zu nutzen. So setze ich meine Reise fort, auf das ich als meisterlicher Koch in die Berge zurückkehren kann.
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Re: Thyrgrimms Aufzeichnungen

Beitragvon Fremder am 2. November 2010, 14:50

Es war ein stürmischer Tag und der eisige Wind peitschte über das Gebirge. Plötzlich wehte dem Zwerg ein Stück gefrorenes Pergament ins Gesicht, nicht viel größer als seine eigene Handfläche. Er wärmte es mit seinen Händen, um das meiste Eis wegzuschmelzen. Kaum lesbar konnte er eine Schrift erkennen, die auf einen Hilferuf vermuten ließ.

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Als der Zwerg den Namen Thyrgrimm las, schreckte er auf und rannte sofort in Richtung der Siedlungstore, um den Bewohnern Vornbargs den Fund zu zeigen.
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Re: Thyrgrimms Aufzeichnungen

Beitragvon Thyrgrimm am 7. November 2010, 02:13

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Der Sechste des elften Monats
am sechsten Tage der Woche

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Ich schreibe nun diese Worte, während ich an meinem Tisch nahe dem warmen Kamin sitze. Ich sitze wieder in meinem Zuhause, in meinem Heim – nach zwei Monaten, die mir wie ein Jahr vorkamen. Zwei Monate lang irrte ich herum. Ich irrte durch ein weißes Meer, in dem ich mit jedem Schritt erneut versank. Jenes Meer aus endlosem Schnee, das an meinen Kräften zehrte, meinen Körper verschlang und immer wieder ausspuckte, mal an einer Höhle, die mir Schutz vor dem peitschenden Schneesturm bot, mal in der Nähe von ein paar wilden Tieren, an denen ich mich nährte und wieder stärkte.
Es war ein unbeschreibliches Gefühl, wieder durch die Tore der Siedlung zu treten. All die Last viel von meinen Schultern, nichts konnte mich jetzt noch umwerfen. Dennoch muss ich mich nun wieder erholen.
Lange war ich nun weg, hinfort gerissen von meiner Heimat, meiner Umgebung, meinem Werk und meinen Pflichten. Ich hoffe – nein, ich bin mir sicher, die Siedlung hat sich unter der Führung Gaals prächtigst entwickelt und ich hoffe, nun wieder neben ihm meinen Platz einnehmen zu können, ohne dass mir jemand übel nehme, dass ich nicht da war, da sein konnte.

Das ist erstmal genug, mehr schreibe ich ein ander mal nieder. Ein weiches Bett musste zu lange auf mich warten, ich will es nun endlich wieder aufsuchen.
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